Einer packt an

29.06.2017 , Valida Zeitung

Der 38-jährige Stefan Zwicker verlässt bei jedem Wetter den elterlichen Bauernhof, setzt den Helm auf, steigt auf sein E-Bike und radelt die sieben Kilometer zu seinem Arbeitsplatz. Er erscheint stets pünktlich, gutgelaunt und motiviert zur Arbeit, was seine Vorgesetzten und die Kollegen des Valida Gartenteams schätzen. Feierabend kennt Stefan Zwicker nicht: Nach getaner Arbeit geht’s zu Hause weiter.

Stefan Zwicker arbeitet noch nicht lange in der Valida und doch ist er nicht mehr wegzudenken. Ob er denn Gärtner gelernt habe? «Nein, aber ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und habe den Umgang mit Pflanzen gelernt», antwortet der grossgewachsene, freundliche Mann. Zudem arbeitet er neben seinem täglichen Pensum bei der Valida zusätzlich noch auf dem elterlichen Hof. Auch daheim zieht er es vor, im Freien zu arbeiten. Er hackt Holz für die Holzheizung oder hilft der Schwester rund im heimischen Garten. Seit Kindesbeinen packt Stefan im elterlichen Bauernhof in Gossau mit an. So kennt er das Arbeiten im Freien bei Wind und Wetter. Das ist nicht jedermanns Sache. Doch für Stefan ist es genau das, was ihm Spass bereitet.

Bei der Frage nach seiner Lieblings­arbeit in der Valida überlegt er einige Zeit. «Ich mache alles gern, aber am liebsten schneide ich Sträucher.» Auch bei der Baumpflege hilft er mit. Zwar klettert er nicht selber die Bäume hoch, aber er räumt am Boden die Äste und sonstiges Schnittgut weg. Stefan Zwicker ist sich für nichts zu schade, erledigt auch die mühsamsten Tätigkeiten mit einem Lächeln auf dem Gesicht und einem Lied auf den Lippen. Er kennt ein unglaubliches Repertoire an Liedern und singt die meiste Zeit fröhlich vor sich hin. Man könnte meinen, das Radio sei an.

Vielseitig und sportlich

Neben Pflanzen kennt sich Stefan Zwicker auch mit Tieren gut aus. Im elter­lichen Betrieb hatte sich der 38-jährige neben den Obstbäumen auch um die Kühe gekümmert. «Wir hatten alles», antwortet er auf die Frage nach der Ausrichtung des Hofes. Die Arbeit im Freien gefällt ihm gut, natürlich lieber bei schönem Wetter, aber er nehme das Wetter, wie es kommt.

Neben der Tätigkeit auf dem Bauernhof hat Stefan früher auch Möbel für ein lokales Möbelgeschäft ausgeliefert. Auch das habe ihm gefallen. Er scheint sich für jede noch so strenge Arbeit zu begeistern. Nun arbeitet Stefan Zwicker bereits seit drei Jahren in der Valida in einer 80%-Anstellung. Dass im Sommer die Arbeitstage länger sind, tut er mit einem Lächeln ab. Das mache ihm nichts.

Im Winter ist die Arbeit für die Gärtner jeweils knapp. Nicht immer kann Schnee geräumt werden. Diesen Winter hat er deshalb in der Oberflächenbearbeitung der Schreinerei gearbeitet. Das neue Umfeld und die geänderte Teamzusammenstellung bereiteten ihm als Teamplayer überhaupt keine Mühe. Auch hier arbeitete er sorgfältig und ausdauernd.

Dass er gerne aktiv ist, beweist er auch in seiner Freizeit. Mit einem Schmunzeln und manchmal auch mit einem schelmischen Blick erzählt er von seiner Mitgliedschaft im Basketball- und Skiclub der Valida. Mit seiner stattlichen Grösse von knapp 1,80m passt er gut ins Team der St. Gallen Lions und überragt auch den einen oder anderen Gegner. Das Zusammenspiel im Team liegt ihm ebenso gut wie bei der Arbeit. Er gehe jeden Montagabend ins Training, schliesslich sei das eine wichtige Vorbereitung auf die Wettkämpfe. «In zwei Wochen fahren wir nach Lugano an das Basketballturnier von Special Olympics. Darauf freue ich mich jetzt schon! Die Wettkämpfe sind mir am liebsten.» strahlt er.

Auch auf die kommende Skisaison freut er sich. Den Hang auf Skiern hinunter zu fahren, bereitet ihm grossen Spass. Auch die eine oder andere Medaille konnte er schon gewinnen. Obwohl er auf der Piste ein richtiger Draufgänger ist, habe er sich zum Glück seit der Schulzeit nie mehr verletzt.

Zuverlässig

Stefan Zwicker ist ein als ausgeglichener, fröhlicher und aufgestellter Typ. Auf die Frage, was ihm besonders gut an der Valida gefällt muss er nicht lange überlegen. «Alles», meint er mit einem lässigen Schulterzucken. Und ändern würde er nichts, es gefalle ihm alles genau so, wie es ist. Er zückt sein Handy, um nach der Uhrzeit zu schauen. Nun muss er wieder zur Arbeit. Mit strammen Schritten geht er zum Auto und greift nach seinem Werkzeuggürtel. Heute darf er wieder Sträucher schneiden. Konzentriert und mit einem Lied auf den Lippen macht er sich an die Arbeit.